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     Fahrausweis für Flurförderzeuge
oder kurz „Staplerschein“

Das Projekt „Staplerschein“ am BK 10, wurde von mir schon seit langer Zeit verfolgt -im dritten Anlauf sollte es klappen. Die angehenden Metaller sollen in der Schule schließlich nicht nur die losgelöste Theorie büffeln, sondern diese auch möglichst bald in die Praxis umsetzen. Diesen Part übernehmen sonst zu fast 100% unsere Betrieb, die Dualen Partner - aber nicht alle Betriebe können alles leisten.
Wenn es dann noch gelingt eine Praxis zu „erfahren“, die richtig SPASS macht… man kann sich leicht vorstellen dass das beim Staplerfahren zutrifft und so waren die Auszubildenden fast ausnahmslos begeistert. Thematisch passte das hervorragend zum Lernfeld 8, wo es um Hebezeugen, Lasten, Anschlagmitteln usw. ging.
Vorher galt es allerdings zahlreiche Widerstände zu überwinden. Neben organisatorischen, logistischen und rechtlichen Beschränkungen waren wohl die Kosten der heikelste Punkt. Denn schließlich sollten auch die Ausbildungsbetriebe mit „ins Boot“, damit die Kosten ganz oder wenigstens teilweise getragen werden konnten.
Es galt also, ein wirklich günstiges Angebot aufzustellen, damit möglichst Viele mitmachen (konnten), was dank der Unterstützung durch die InBIT gGmbH gelang.
Viele Ausbildungsbetrieb erkannten aber sofort den Nutzen, für eine sehr überschaubare Investition Rechtssicherheit zu erlangen, wenn ihr Auszubildender ein Flurförderzeug auch wirklich bewegen darf. Jährlich passieren fast 20.000 Unfälle mit Flurförderfahrzeugen – viele davon verursacht durch Übermütige, die keine Ausbildung und keine Berechtigung besitzen.
Bevor wir etwas bewegen durften, mussten wir aber doch wieder Theorie büffeln.
An 2 Tagen mit abschließender Prüfung wurden wir von Herrn Schwarz auf kompetente Weise in rechtlichen und technischen Grundlagen und insbesondere die Grenzen der Fahrphysik eingewiesen. Abwechslungsreich gespickt mit Beispielen aus seiner langjährigen Praxis führte er uns auch durch den „trockeneren“ Teil der Prüfung, denn schließlich fieberten wir alle auf den Tag der Praxis.
Zuvor gab es noch ein Problem zu lösen – der Stapler passte nicht durch eine Engstelle, um in die reservierte, geschlossene und halbwegs warme Halle zu gelangen. Äußerst flexibel agierten die Organisatoren, Frau Schmidt und Frau Wischniewski und fanden auf dem riesigen Gelände der ehemaligen Drahtfabrik in Mülheim eine große, leere Halle.
Leider zeigte das Thermometer Mitte März morgens knappe 4°C, dazu pfiff ein beißender Wind durch die teils mannsgroßen Löcher der alten Halle – gefühlte 10°C MINUS !! – höchstens!

Damit es auch spannend blieb, steckte Herr Schwarz immer wieder einen neuen, sehr eng geschnittenen Parcours ab und forderte damit alle Teilnehmer, auch die, die schon „Erfahrung“ hatten. Viele schafften das auf Anhieb, Einige mussten jedoch mehrfach ansetzen bis keine Hütchen mehr umfielen und alle Paletten in der richtigen Position gestapelt waren. *)

An dieser Stelle herzlichen Dank für die mannigfache Unterstützung durch das Team der InBIT gGmbh, zu denen auch Frau Bingeler (Sozialarbeiterin) und Herr Kaukorat (Werkstattleiter) gehört. … Ohne sie wären wir wohl erfroren …
Dennoch, Alle waren sich einig: Da war nicht das letzte Mal.
Helmut Niepel
Bildungsgangleiter Metallbau
*) Klar hat der Lehrer nicht gekniffen und darf jetzt auch stapeln… ;-)
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