Berufskolleg Köln-Porz (BK10)
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Mittwoch, 08. Februar 2012
Kooperation Berufskolleg - Innung Drucken E-Mail
Neues aus der Versorgungstechnik
Geschrieben von: Jürgen Weckler   

Neue Kooperation des Bereichs Versorgungstechnik mit der Innungsschule für Sanitär Heizung Klima Köln

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Mit dem Ziel einer besseren Verzahnung im inhaltlichen und organisatorischen Bereich, haben die beiden Schulen eine Kooperationsvereinbarung getroffen, die es den Lehrern des Berufskollegs und der Innungsschule ermöglichen, einen Erfahrungsaustausch auf dem Gebiet der zu vermittelnden Kompetenzen und Qualifikationen in Gang zu bringen.

Grundlage: Kooperationsvereinbarung vom 16.11.2004 zwischen dem Berufskolleg Köln-Porz und der Innungsschule SHK

1 Einführende Bemerkungen

Kooperationen zwischen den an der Berufsausbildung beteiligten Partner haben natürlich auch schon in der Vergangenheit stattgefunden. Diese zeigen sich zum Beispiel in den alltäglichen telefonischen und schriftlichen Kontakten mit den Ausbildungsbetrieben, der Zusammenarbeit der Lehrer des Berufskollegs mit den Ausbildern im Prüfungsausschuss, Kontakten im Zusammenhang mit internationalen Schüleraustauschmaßnahmen, sowie Verbindungen mit den Herstellern der Sanitär- und Heizungsbranche. Diese &dbquo;Kooperationen“ ergeben sich oftmals aus dem Alltagsgeschäft, werden je nach Bedarf intensiviert und sind sehr stark von den handelnden Personen abhängig. Diese Formen der Kooperation müssen auch weiterhin unterstützt und gefördert werden, so dass ein gewisses Maß an Nachhaltigkeit erreicht wird.

Die hier getroffene Vereinbarung zwischen dem Berufskolleg und der Innungsschule soll den Focus auf den Bereich der Lernortkooperation setzen. Seit Mitte der 90er Jahre wird Lernortkooperation als wesentliche Voraussetzung für die Steigerung der Leistungsfähigkeit des dualen Systems angesehen (KMK 1997). Bezüglich der Intensität von Lernortkooperationen lassen sich die drei Stufen des Informierens, Abstimmens und Zusammenwirken unterscheiden (Buschfeld/Euler 1994, S.10). In dieser Vereinbarung steht in einer ersten Phase das Informieren im Vordergrund, dies jedoch jeweils mit einem in die Zukunft gerichtetem Blick hinsichtlich zukünftiger Abstimmungen hin zu einer echten Lernortkooperation.

2 Ziele

  • Schaffen einer Vertrauensbasis zwischen den Lehrern des Berufskollegs und den Lehrern der Innungsschule

In den Anfängen der dualen Berufsausbildung war das Verhältnis der Lernorte Betrieb, ÜBA und Berufsschule eher durch gegenseitige Abgrenzung geprägt. Dies ist heute glücklicherweise nicht mehr der Fall. Trotzdem gibt es immer wieder Situationen, bei denen es durch fehlende Kommunikation zu Abgrenzungen kommt.

Grundlage einer vertrauensvollen Kommunikation liegt auch in dem Bewusstsein, das die Rahmenbedingungen für die Beteiligten sehr unterschiedlich sind.

  • Auseinandersetzung mit den Zielformulierungen, die für den jeweiligen Unterweisungskurs bzw. für das jeweilige Lernfeld formuliert sind

Berufsschule und betriebliche Ausbildung erfüllen einen gemeinsamen Bildungsauftrag. Dabei liegt der Schwerpunkt in der Berufsschule vorrangig in der Vermittlung von Kompetenzen zur theoretischen Durchdringung von beruflichen Handlungsabläufen sowie der Erweiterung der vorher erworbenen allgemeinen Bildung. Der Schwerpunkt in der betrieblichen Ausbildung liegt im Erwerb von Qualifikationen, die es dem Auszubildenden ermöglichen, berufliche Handlungen praktisch umzusetzen.

Durch die Neuordnung des Ausbildungsberufs Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik im Jahr 2003 ist für alle an der Ausbildung Beteiligten die Notwendigkeit entstanden, sich intensiv mit den neuen Ausbildungszielen auseinander zusetzen. In dieser Phase kann ein Austausch der vorhandenen Ideen, die teilweise schon umgesetzt sind, sich teilweise aber auch noch in der Planungsphase befinden, die zukünftige didaktische Arbeit positiv beeinflussen.

  • Beobachten, wie sich die eigenen Schüler an den jeweils anderen Lernorten verhalten

Durch die Beobachtung der Schüler an außerschulischen Lernorten und dem Austausch darüber zwischen den Lehrkräften der Innung und dem Berufskolleg können möglicherweise Erfahrungen gewonnen werden, die in die pädagogische Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern einfließen.

3 Durchführung

Zu den Lehrgängen der Innung werden komplette Klassen (Klassen des Berufskollegs-Porz) eingeladen (5-Tage Wochenraster). Während dieser Lehrgangszeiten werden die Auszubildenden vom Berufsschulunterricht befreit.

Die Lehrerinnen und Lehrer, die in den jeweiligen Wochen durch diese Unterrichtsbefreiung betroffen sind, vereinbaren mit den zuständigen Lehrern der Innung, zu welchen Zeiten sie ihre Stunden gemeinsam mit den Lerngruppen in den Werkstätten verbringen können. Dabei können auch zwei Lehrer, die gemeinsam eine Lerngruppe betreuen, einen Termin vereinbaren.

Diese persönliche Planung wird im Lehrezimmer &dbquo;G“ auf einer Abwesenheitsliste dokumentiert und persönlich unterschrieben. Die Zeit in den Innungswerkstätten sollte ungefähr der Zeit entsprechen, die am Lernort Berufskolleg ausfällt.

In einer Orientierungsphase bis Ende Februar 2005 wird gemeinsam mit den Lehrern der Innung geklärt, in welcher Form eine Erfahrungssammlung zum Festhalten der Erkenntnisse und Ideen zukünftig erstellt werden kann.

4 Ausblick

Für eine zukunftsfähige duale Ausbildung ist es unabdingbar, dass sich die verschiedenen an der Ausbildung Beteiligten eng miteinander abstimmen, um eine optimale Förderung der Jugendlichen zu erreichen. Durch ein intensives Miteinander, können auch die Zielsetzungen deutlicher artikuliert werden und die Akzeptanz zwischen den Beteiligten steigt.

Nach einer ersten Erfahrung mit dieser Kooperation sollten Überlegungen stattfinden, wie auch die Betriebe stärker in gemeinsame Planungen einbezogen werden können.

Auf dem Gebiet der Versorgungstechnik entwickelt sich Köln zukünftig zu einem von vier bundesweiten Kompetenzzentren im Schwerpunktbereich der Anlagentechnik. Eine gemeinsame Aufgabe wird es dabei sein, wie ein nahtloser Übergang von der Erstausbildung in den Bereich der Fort- und Weiterbildung auch unter der Beteiligung des Berufskollegs gelingen kann.

 
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