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Anlagemechaniker (Berufsbild)

Berufsbild Anlagenmechaniker Industrie


Hauptkategorie: Versorgungstechnik
Kategorie: Anlagenmechaniker Industrie

 

Kurzcharakteristik des Bildungsganges
Die Ausbildungsordnung und der KMK-Rahmenlehrplan für den berufsbezogenen Unterricht der Berufsschule für den anerkannten Ausbildungsberuf Anlagenmechaniker/Anlagenmechanikerin wurden im Rahmen der Neuordnung der industriellen Metallberufe im Jahre 2004 überarbeitet. Der Ausbildungsberuf ist dem Berufsfeld Metalltechnik zugeordnet. Die bisherige Spezialisierung nach Fachrichtungen wurde durch eine Differenzierung der Ausbildung nach Einsatzgebieten ersetzt. Der Anlagenmechaniker/die Anlagenmechanikerin ist vorrangig in der Herstellung, der Erweiterung, im Umbau oder in der Instandhaltung im Bereich des Anlagen-, Apparate und Behälterbaus, der Prozessindustrie, der Versorgungstechnik sowie der Lüftungstechnik tätig.


Typische berufliche Handlungsabläufe sind:

  • Planen und Organisieren von Arbeitsabläufen sowie Kontrollieren und Bewerten der Arbeitsergebnisse; Abstimmen mit vor- und nachgelagerten Gewerken
  • Herstellen, Montieren und Demontieren von Bauteilen und Baugruppen sowie kompletter Anlagen
  • Realisieren von Arbeitsabläufen der Umform-, Trenn-, Füge- und Montagetechnik
  • Behandeln, Schützen und Isolieren von Anlageteilen
  • Bedienen von Hebezeugen sowie Transportieren und Sichern von Bauteilen und Baugruppen
  • Funktionsprüfung und Inbetriebnahme von Anlagen
  • Durchführen von Wartungsarbeiten, Feststellen, Eingrenzen und Beheben von Fehlern und Störungen
  • Anwenden von Normen, Bestimmungen und Richtlinien zur Sicherung der Betriebsfähigkeit und Qualität
  • Umsetzen der Vorschriften des Gesundheits-, Arbeits- und Brandschutzes
  • Moderne, rechnergestützte Fertigungsverfahren sind unter Einbeziehung von Informationssystemen zur fachgerechten Umsetzung von Kundenaufträgen Bestandteil der Arbeit.

 

In der betrieblichen Praxis werden die Schülerinnen und Schüler mindestens in einem der folgenden Einsatzgebiete ausgebildet:

  • Anlagenbau
  • Apparate- und Behälterbau
  • Instandhaltung
  • Rohrsystemtechnik
  • Schweißtechnik

 

Andere Einsatzgebiete sind zulässig, wenn in ihnen die typischen beruflichen Qualifikationen vermittelt werden. Das Einsatzgebiet Anlagenbau ist gekennzeichnet durch die Planung, Neuinstallation, Teilrevision und Erweiterung versorgungstechnischer Anlagen der Industrie sowie die Sanierung von Anlagen und Systemen in den Bereichen Ver- und Entsorgungstechnik, Raumlufttechnik, Verfahrenstechnik, Hochdruck- und Kraftwerkstechnik sowie Fernleitungstechnik.


Das Einsatzgebiet Apparate- und Behälterbau ist gekennzeichnet durch die Planung, Herstellung, Ausrüstung und Funktionsprüfung von Behältern, verfahrenstechnischer Apparate, Reaktionsapparate sowie deren Steuerungs- und Regelungstechnik. Es beinhaltet das Herstellen und Verbinden von Bauelementen des Apparate- und Behälterbaus und das Montieren und Befestigen von Bauteilen und Baugruppen.


Das Einsatzgebiet Instandhaltung ist gekennzeichnet durch das Feststellen und Beurteilen des Istzustandes sowie das Bewahren und Wiederherstellen des Sollzustandes von Anlagen und Systemen. Es beinhaltet Einstell-, Pflege- und Wartungsarbeiten, Inspektionen, planmäßige Instandsetzung oder Änderungen an Anlagen unter Beachtung betrieblicher Vorschriften.


Das Einsatzgebiet Rohrsystemtechnik ist gekennzeichnet durch Planen, Herstellen, Montieren, Demontieren, die Funktionsprüfung und Instandhaltung von Rohrleitungssystemen bzw. Rohrleitungsnetzen und Anlagen der Versorgungsunternehmen in den Bereichen Trinkwasser, Abwasser, Gas und Fernwärme. Formstücke bzw. vorgefertigte Baugruppen werden nach technischen Unterlagen unter Beachtung von Verlegungsgrundsätzen und Montagebedingungen zu Rohrsystemen zusammengesetzt, in Montagelage gebracht und gesichert.


Das Einsatzgebiet Schweißtechnik ist gekennzeichnet durch die Gesamtheit der Tätigkeiten, Maßnahmen und Arbeitsmittel des Schweißens, der Schweißnahtvorbereitung, der Auswahl von Schweißzusatzwerkstoffen und der Vermeidung von Schweißnahtfehlern. Der Nachweis der Schweißqualifikationen für verschiedene Werkstoffe, auch Nichteisenmetalle und Plaste, ist unter Werkstatt- und Baustellenbedingungen notwendig.

 

Kontakt

Herr Frieling   

Tel: 02203 955920